In Herzform und mit Apfel auf den Lippen
Tipps für Gruppenfotos in Gemeindebriefen 

Gießen. Dunkel, unscharf, grünstichig, zu viel auf dem Bild? Nichts ist dank Photoshop und anderer Fotosoftware beim Nachbearbeiten von Fotos am PC unmöglich. Doch Motivsuche und Bildgestaltung beginnen beim Fotografieren und nicht erst am Monitor, so die Botschaft des Gießener Pressefotografen Franz Möller an Gemeindevertreter, der Ende November zu Gast bei der Gemeindebriefwerkstatt im Evangelischen Dekanat war. 


Eine Herausforderung für jeden Fotografen in der Kirchengemeinde ist die Inszenierung von Gruppen, wie Kirchenvorstände, Gemeindekreise oder Konfi-Gruppen.

Gruppen ohne Leerräume fotografieren, so der Profi-Tipp. Gemeindebriefredakteurinnen in Positur gestellt von Franz Möller, Gießen.  
(Fotos zum Vergrößern anklicken)

Mit ein bisschen Psychologie und kleinen Profi-Tricks aber werden aus den langweiligsten Vereinsbildern dynamische Gruppenfotos. Möller, der auf Einladung der Evangelischen Öffentlichkeitsarbeit mit den Gemeindebriefredakteuren durch Theorie und Praxis ging, empfahl: „Platzieren sie Gruppen in „Herzform“. Die Größten hinten und nach beiden Seiten absteigend, muntere Damen in den Vordergrund, ruhig auf Stühle.“ Damit keine Leerräume zwischen Köpfen und Schultern entstehen, können Teilnehmer in drei Linien und versetzt gestellt werden. Wer am Rand stehe, sollte sich mit dem Körper zur Gruppe eindrehen. Das benötigt weniger Platz und macht das Bild geschlossener.

Sind die Abgebildeten miteinander etwas vertraut, können Zusammenrücken, sich einander Zuwenden und demonstrative Berührungen dem Bild eine zusätzliche Dynamik verleihen.  (Fotos: Möller)

Ist die Gruppe größer als 20 Personen, muss man zum Fotografieren unbedingt einen höheren Standpunkt einnehmen. Leitern gebe es überall oder auch ein Treppenhaus. Um den Porträtierten die Stellsituation erträglicher zu machen, sollten die Fotografinnen und Fotografen sich aber vorher überlegt haben wo und wie sie das Bild machen. Spüren die Leute souveränes Handeln hinter der Kamera entspannt sich die Situation, die zusätzlich mit harmlosen Plaudereien aufgelockert wird. Die letzte Hürde, geschlossene Münder und Augen, nimmt man dann, so der Foto-Profi Möller mit dem berühmten Kommando: „Bei drei sagen alle Apfel!“ (Bei Kindern erzielt man mit „Ameisensch….“ gute Erfolge.)

Nie nur nebeneinanderstellen. Herz-(Form) und Apfel auf den Lippen gibt die besten Gruppenfotos, so Fotograf Franz Möller (rechts)

Die vierteljährliche Gemeindebriefwerkstatt der Evangelischen Öffentlichkeitsarbeit Gießen wird 2012 fortgesetzt, kündigte der Öffentlichkeitsbeauftragte Matthias Hartmann an.