Dekanat Gießen: Synode und Vorstand


Dekanatssynode und Dekanats- synodalvorstand
Der Vorstand des Dekanats, März 2010 (v.l.):Regina Risken, Irmgard Dürr, Pfr. Achim Keßler, Gerhard Schulze-Velmede, der stellvertr. Dekan, Pfr. Andreas Specht, Andreas Unkelbach, Ulrich Müller, Dekan Frank-Tilo Becher (v.l.). Nicht abgebildet ist Pfr. Kornelius Büttner.
 


29 evangelische Kirchengemeinden in und um die Stadt Gießen bilden das "Evangelische Dekanat Gießen". An seiner Spitze stehen die "Dekanatssynode" und der "Dekanatssynodalvorstand" (DSV).


Der Dekanatssynodalvorstand (DSV)

Der Dekanatssynodalvorstand wird laut Ordnung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) von der Dekanatssynode – dem regionalen Kirchenparlament - gewählt. Vorsitzender des Dekanatsvorstands und ehrenamtlicher Präses ist der Verwaltungsjurist Gerhard Schulze-Velmede.

Zum Dekanatssynodalvorstand gehören neben dem Präses und dem hauptamtlichen Dekan Frank-Tilo Becher, der stellvertretende Dekan Pfarrer Andreas Specht, die Pfarrer Kornelius Büttner und Achim Keßler, die ehemalige Lehrerin Irmgard Dürr, der Entwicklungsberater Dr. Ulrich Müller, die Rechtsanwältin Regina Risken und der FH-Verwaltungsangestellte Andreas Unkelbach.  Der Vorstand wird bis zum Jahr 2016 im Amt sein.


Die Dekanatssynode

Die Dekanatssynode wird gebildet aus Delegierten der 29 evangelischen Gemeinde des Dekanats und berufenen Mitgliedern. In der Synode sind ehrenamtliche tätige Gemeindemitglieder in der Mehrheit, hauptamtliche Pfarrerinnen oder Pfarrer in der Minderheit. Die Wahlordnung legt fest, dass die Zahl der hauptamtlich im Dienst der Evangelische Kirche stehenden Pfarrerinnen und Pfarrer etwa ein Drittel der Mitglieder der Synode beträgt.  Die Dekanatssynode Gießen hat 97 stimmberechtigte Mitglieder. Die Synode tagt zwei- bis dreimal im Jahr.

Die Amtszeit der Dekanatssynode dauert jeweils 6 Jahre, die Wahlperiode folgt der Legislaturperiode der Kirchenvorstände. Diese wurden in der EKHN neu im April 2003 gewählt und traten ihr Amt im September 2003 an. Die Dekanatssynode konstituierte sich im März 2004, ihre Amtszeit läuft bis 2010.


Die Dekanatsausschüsse

Für einzelne Arbeitsbereiche und besondere Aufgaben benennt und wählt die Dekanatssynode Verantwortliche und Mitglieder in Dekanats-Ausschüsse.


Die Aufgaben des Dekanats

Zum Evangelischen Dekanat Gießen gehören 29 evangelische Kirchengemeinden im Bereich der Stadt Gießen, dazu die der Stadtteile Wieseck, Kleinlinden, Allendorf. Außerdem gehören dazu Gemeinden in Biebertal, Heuchelheim, Linden, Langgöns, Fernwald und Pohlheim.

Aufgabe des Dekanats Gießen - wie aller anderen Dekanate in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) - ist, die Kontakte der Gemeinden und Einrichtungen zu den Menschen der Region zu erweitern und sich gemeinsam den gesellschaftlichen Herausforderungen und dem kirchlichen Auftrag zu stellen. So beschreibt es das im Jahr 2001 von der EKHN verabschiedete sogenannte "Dekanatsstrukturgesetz". Kirchengemeinden und kirchliche Dienste sollen Menschen bei ihrer individuellen Suche nach Spiritualität und Identität helfen und sie unterstützen, in ihrem Glauben weiter zu wachsen und aus ihm heraus zu handeln.

Das Dekanat und seine Gemeinden sollen sich gemeinsam dafür einsetzen, auf Missstände im regionalen Lebensraum aufmerksam zu machen und darauf einzuwirken, dass sie behoben werden. Das Kirchengesetz sieht vor, das evangelische Engagement über die traditionelle Gemeindearbeit hinaus in den sogenannten kirchlichen Handlungsfeldern "Mission und Ökumene", "Bildung" und "Gesellschaftliche Verantwortung" und zusätzlich in Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Für diese Aufgaben will auch das Evangelische Dekanat Gießen zusätzliche Stellen einrichten.


Zur Geschichte des Dekanats

Das Evangelische Dekanat Gießen gehört zu den 10 Dekanaten der Evangelischen Propstei Oberhessen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Zwischen 1995 und dem Jahr 2001 gab es im Bereich Gießen zwei evangelische Dekanate (das alte Dekanat Gießen und das Dekanat Schiffenberg). Im Rahmen der Strukturreformen der EKHN fusionierten die beiden Dekanate am 26. Oktober 2001 - seitdem kümmert sich wieder ein einziges "Evangelisches Dekanat Gießen" um die kirchlichen Belande der Region. Anfang des Jahres 2004 wechselten die Gemeinden aus Biebertal aus dem Dekanat Gladenbach in das Dekanat Gießen.