Dekanat


Präses

Gerhard
Schulze-Velmede

Präses Gerhard Schulze-Velmede


Präses des Evangelischen Dekanats Gießen ist Gerhard Schulze-Velmede. Er wurde im Oktober 2005 als Nachfolger von Dr. Detlef Kant gewählt. Im März 2010 wurde er zu Beginn der neuen Legislaturperiode von der Synode nahezu einstimmig in das Amt wiedergewählt.

Zu den Aufgaben des Präses gehört der Vorsitz im Dekanatssynodalvorstand und als Versammlungsleiter der Vorsitz in der Dekanatssynode. Der Ordnung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gemäß vertritt der ehrenamtliche Präses zusammen mit dem hauptamtlichen Dekan das Dekanat als Evangelische Kirche in der Region nach außen.

Gerhard Schulze-Velmede  ist von Beruf Verwaltungsjurist im Regierungspräsidium Gießen. In der Leitung des früheren Dekanates Schiffenberg engagiert er sich bereits seit 1991. Nach der Fusion der Dekanate Schiffenberg und Gießen 2001 gehörte er zum gemeinsamen Dekanatssynodalvorstand (DSV). Stellvertretender DSV-Vorsitzender war Schulze-Velmede seit 2004. Außerdem gehört er seit 2001 der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) an. Kommunalpolitisch engagiert er sich für die Partei „Bündnis 90/ Die Grünen“ in der Gemeindevertretung seines Wohnortes Heuchelheim. Der 1956 geborene Schulze-Velmede hat zwei Töchter und ist erfolgreicher Langstreckenläufer.

„Zur Kooperation ermutigen.“
Zu den Leitungsaufgaben sagte Schulze-Velmede: „Wir werden zukünftig Kirchengemeinden noch mehr zur Kooperation ermutigen.“ Angesichts der zurückgehenden Zahl von Gemeindepfarrstellen ist die „Zusammenarbeit und Vernetzung benachbarter Gemeinden unabdingbar.“ Die Synode und der Synodalvorstand wollten diesen Prozess unterstützen und begleiten. Durch die Reform der Kirchenverwaltung hätten die Dekanate mehr Verantwortung und Spielraum gewonnen, so Schulze-Velmede. „Einerseits müssen sie zusätzliche Verwaltungsaufgaben erfüllen, andererseits können sie aber auch mehr gestalten.“ Die Kirchengemeinden vor Ort hätten weiterhin elementare Bedeutung. Darüber hinaus müsse sich die Kirche aber „in der Region zeigen“. Sie soll „sichtbar sein für Menschen, die nicht mehr in einer Ortsgemeinde zuhause sind“. Kirche in der Region zeige sich in vielen übergemeindlichen Tätigkeitsfeldern, beispielsweise in der Krankenhausseelsorge, in der Diakonie, der Jugend- oder Stadtkirchenarbeit.

Über sein kirchliches Engagement sagte Schulze-Velmede : “Ich bin davon überzeugt, dass die Botschaft von der Zuwendung Gottes zum Menschen gerade in der modernen Gesellschaft aktuelle Bedeutung hat.“ Lieb gewonnene kirchliche Traditionen sollten „immer wieder neu mit den Fragen der heutigen Zeit verknüpft werden“. Dadurch werde Glauben „für uns selbst, aber auch für die Menschen um uns herum lebendig und interessant.“